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Was kostet Uni-Nachhilfe in Deutschland? Ein Preisguide für beide Seiten

·AskYourClass Team·8 Min. Lesezeit
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Studentische Nachhilfe kostet in Deutschland typischerweise 15 bis 30 Euro pro Stunde. Bachelor-Kurse liegen eher am unteren Ende, Master-Niveau und seltene Fächer am oberen, und große Städte liegen über kleinen. Auf AskYourClass legt die tutorierende Person diesen Preis selbst fest, die Plattform nimmt keine Provision, und gezahlt wird direkt zwischen euch.

Diese Spanne ist die Antwort, wegen der die meisten hier sind. Der Rest dieses Artikels erklärt, warum ein Preis dort landet, wo er landet, und was du damit anfängst, wenn du zahlst oder wenn du kalkulierst.

Die Ankerpunkte hinter der Spanne

Drei Zahlen rahmen jeden Nachhilfepreis in Deutschland ein. Wer sie kennt, verhandelt schneller.

13,90 Euro pro Stunde. Der gesetzliche Mindestlohn seit dem 1. Januar 2026, zuvor 12,82 Euro im Jahr 2025, ab 2027 dann 14,60 Euro. Das ist die Untergrenze des gesamten Gesprächs. Wenn eine Nachhilfestunde schlechter bezahlt wird als eine Schicht hinter der Bar, gibt niemand mehr Nachhilfe.

15 bis 20 Euro. Dort landen die meisten studentischen Angebote, so auch die Einordnung des Nachhilfemarkts für Studierende, die ihren Preis festlegen. Das ist der Standard für einen Bachelor-Kurs, unterrichtet von jemandem ein oder zwei Jahre vor dir.

25 bis 30 Euro und mehr. Master-Stoff, Kurse mit dem Ruf, viele durchfallen zu lassen, Fächer, in denen kaum jemand helfen kann, und teure Städte. Kommerzielle Nachhilfeinstitute verlangen noch mehr, wovon die unterrichtende Person allerdings nur einen Teil sieht, weil das Institut eine Marge behält.

Was den Preis wirklich bewegt

  • Niveau. Runter bei einer großen Grundlagenvorlesung im ersten Jahr. Rauf bei Master-Kurs, Seminar oder Abschlussarbeit.
  • Angebot. Runter, wenn Hunderte letztes Semester bestanden haben. Rauf, wenn es im Institut überhaupt nur zwei Leute erklären können.
  • Fach. Runter bei breiten Servicekursen wie Statistik-Grundlagen. Rauf bei speziellen Wahlfächern, Nischensoftware und Labormethoden.
  • Stadt. Runter in kleineren Universitätsstädten. Rauf in München, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart.
  • Format. Runter bei online mit flexiblen Zeiten. Rauf bei vor Ort mit Fahrt quer durch die Stadt.
  • Zeitpunkt. Runter mitten im Semester ohne Termindruck. Rauf in den zwei Wochen vor der Klausur.
  • Gruppengröße. Runter, wenn drei oder vier sich die Stunde teilen. Rauf bei striktem Einzelunterricht.
  • Vorbereitung. Runter bei einem Thema, das ohnehin regelmäßig erklärt wird. Rauf bei eigenem Material, dem Lesen einer Abschlussarbeit oder einem Code-Review.

Am meisten unterschätzt werden Zeitpunkt und Anfahrt. Ein voller Kalender in der Klausurphase rechtfertigt einen höheren Preis als derselbe Kalender im November, und vierzig Minuten Fahrt pro Richtung sind unbezahlte Arbeitszeit, die irgendwo eingepreist werden muss.

Wenn du zahlst: den Preis fair senken

Über den Stundensatz einer Person zu feilschen ist ein schlechter erster Zug. Es gibt bessere Hebel.

Bring eine Gruppe mit. Das ist der große. Drei Personen, die sich 30 Euro pro Stunde teilen, zahlen je 10 Euro, und für die Klausurvorbereitung ist eine Dreiergruppe oft die bessere Stunde, weil zwei andere Fragen stellen, auf die du nicht gekommen wärst. Filtere im Verzeichnis nach Gruppenangeboten.

Buche früher. Zwei ruhige Termine in Woche sechs schlagen vier panische in den letzten zwei Wochen, und sie lassen sich zum normalen Preis planen.

Geh online. Wer die Anfahrt streicht, streicht einen Kostenblock, den du sonst mitbezahlst.

Komm vorbereitet. Schick vorher das Thema, die Altklausur und die konkrete Stelle, an der es hakt. Wer nicht zwanzig Minuten mit Diagnose verbringt, schafft mehr pro Stunde, und das senkt die Zahl der Stunden, die du brauchst.

Kaufe weniger Stunden, dafür bessere. Die meisten brauchen keine zehn Termine. Sie brauchen zwei Termine zu dem einen Kapitel, das nicht funktioniert, und danach die Übungsblätter allein.

Wenn du kalkulierst: das erste Angebot bepreisen

Wähle eine Zahl zwischen 15 und 25 Euro, je nachdem wie selten dein konkreter Kurs ist, veröffentliche sie und passe nach ein paar Anfragen an. Nichts an einem Angebot ist endgültig.

Ein paar praktische Regeln:

  • Bepreise den Kurs, nicht das Fach. Ein Kurs, den alle locker bestehen, ist ein anderes Produkt als der mit der berüchtigten Durchfallquote, selbst im selben Institut.
  • Fang nicht ganz unten an. Ein Preis auf Mindestlohnniveau signalisiert Unsicherheit statt Wert und zieht die Leute an, die nach Preis statt nach Passung suchen.
  • Aktiviere Gruppensitzungen. Der günstigste Weg, deinen effektiven Stundenlohn zu erhöhen und gleichzeitig den Preis für die andere Seite zu senken.
  • Berechne Vorbereitung nur, wenn sie echt ist. Die eigene Zusammenfassung wiederzuverwenden ist keine Vorbereitung. Vor dem Termin einen Entwurf einer Abschlussarbeit zu lesen schon.
  • Passe nach Evidenz an. Drei Wochen ohne Anfrage in einem gut gefüllten Verzeichnis heißt meist, der Preis ist für diesen Kurs zu hoch. Mehr Anfragen, als du bedienen kannst, heißt, er ist zu niedrig.

Denk daran, dass auf AskYourClass keine Provision anfällt. Die Zahl im Angebot ist die Zahl, die du behältst. Das gilt nicht für jeden Ort, an dem du inserieren könntest.

Die Rechnung für Gruppensitzungen

Die lohnt sich ausgeschrieben, weil hier beide Seiten gleichzeitig gewinnen.

  • Eins zu eins: die Person zahlt 25 Euro pro Stunde, du verdienst 25 Euro pro Stunde.
  • Zwei Personen zu je 15 Euro: jede zahlt 15 Euro, du verdienst 30 Euro.
  • Drei Personen zu je 12 Euro: jede zahlt 12 Euro, du verdienst 36 Euro.
  • Vier Personen zu je 10 Euro: jede zahlt 10 Euro, du verdienst 40 Euro.

Über vier Personen hinaus ist es keine Nachhilfe mehr, sondern eine kleine Vorlesung. Das ist eine andere Fähigkeit und ein schlechteres Produkt für alle, die eine konkrete Lücke schließen wollen. Drei ist für die Klausurvorbereitung meist ideal.

Und kommerzielle Nachhilfeportale?

Für Schulfächer und allgemeine Sprachpraxis sind sie eine sinnvolle Option. Für einen konkreten Uni-Kurs stoßen sie auf ein strukturelles Problem: Sie vermitteln nach Fach, nicht nach deinem Kurs. Du zahlst Institutspreise für jemanden, der das Skript deiner Professorin parallel zu dir lernen muss.

Der zweite Unterschied ist, wohin das Geld fließt. Ein Institut behält einen Anteil an jeder Stunde, der Preis, den du zahlst, und der Betrag, der ankommt, sind also zwei verschiedene Zahlen. Auf AskYourClass ist es dieselbe Zahl, weil die Plattform ein Verzeichnis ist und kein Zwischenhändler.

Häufige Fragen

Was kostet Nachhilfe an der Uni in Deutschland?

Meist 15 bis 30 Euro pro Stunde bei studentischer Nachhilfe. Bachelor-Kurse liegen eher bei 15 bis 20 Euro, Master-Niveau und Spezialkurse bei 25 bis 30 Euro oder mehr. Kommerzielle Anbieter verlangen mehr und behalten einen Teil davon.

Wie viel sollte ich als Studentin oder Student verlangen?

Starte je nach Seltenheit deines Kurses zwischen 15 und 25 Euro pro Stunde und passe nach der Zahl der Anfragen an. Der Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde (2026) ist eine sinnvolle absolute Untergrenze.

Ist Nachhilfe in der Gruppe günstiger?

Ja, deutlich. Drei Personen, die sich eine Stunde für 36 Euro teilen, zahlen je 12 Euro, während die tutorierende Person mehr verdient als bei eins zu eins. Beide Seiten gewinnen, deshalb ist die Gruppenoption ein eigener Filter im Verzeichnis.

Berechnet AskYourClass Gebühren oder Provision?

Nein. Stöbern, Anfragen und Angebote sind kostenlos, und die Plattform nimmt keinen Anteil an dem, was ihr vereinbart. Die Zahlung läuft direkt zwischen euch.

Wie bezahle ich die Nachhilfe?

So, wie ihr es vereinbart, denn die Plattform wickelt keine Zahlungen ab. In der Praxis meist per Überweisung oder Zahlungs-App nach jedem Termin. Rechne einzeln ab, bis ihr ein paar Termine hattet.

Sind die Preise verhandelbar?

Oft, aber die bessere Verhandlung dreht sich um die Form statt um die Zahl. Frage nach Gruppenpreisen, nach Online-Terminen oder nach einer kürzeren ersten Stunde. Das verändert die Rechnung auf der anderen Seite, und genau das macht einen niedrigeren Preis möglich.

Wie viele Termine braucht man üblicherweise?

Weniger als gedacht. Zwei bis vier gezielte Termine zu den Themen, die wirklich klemmen, sind ein häufiges Muster, danach Übungsaufgaben in Eigenregie. Eine lange Serie im Voraus zu buchen ist selten effizient.

Warum unterscheiden sich die Preise zwischen Universitäten so stark?

Lebenshaltungskosten, Jahrgangsgröße und lokales Angebot. Ein Kurs mit Hunderten Bestandenen im Vorjahr hat viele mögliche Tutorinnen und Tutoren und damit einen niedrigeren Preis. Ein spezielles Master-Wahlfach in einer teuren Stadt hat beides nicht.


Der Preis ist das, was sich am leichtesten vergleichen lässt, und das, worüber man am wenigsten entscheiden sollte. Eine Stunde für 30 Euro bei jemandem, der genau deinen Kurs bei genau deiner Professorin hatte, ist am Ende fast immer günstiger als eine Stunde für 15 Euro bei jemandem, der sich erst einarbeiten muss.

Schau, was an deiner Uni verlangt wird, auf askyourclass.io/tutors.


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